Liebe Eltern,
die zukünftige Struktur der Realschule plus Vulkaneifel und damit auch die Frage nach der weiteren Entwicklung der Schulstandorte Ulmen und Lutzerath beschäftigt viele Menschen in unserer Region bereits seit einiger Zeit.
In der Diskussion werden unterschiedliche Aspekte betrachtet – unter anderem pädagogische und schulische Fragen, die Entwicklung der Schülerzahlen, die Organisation des Schulbetriebs und die Schülerbeförderung. Bei einer Entscheidung von solcher Bedeutung ist es wichtig, die verschiedenen Gesichtspunkte sorgfältig zu betrachten und miteinander abzuwägen.
Der Kreistag des Landkreises Cochem-Zell hat sich deshalb dafür ausgesprochen, zunächst die betroffenen Eltern zu befragen. Damit erhalten die Familien, deren Kinder heute oder künftig von der Entscheidung betroffen sein können, die Möglichkeit, ihre persönliche Einschätzung mitzuteilen.
Ich möchte Sie daher herzlich bitten, sich an der Befragung zu beteiligen und Ihre Sichtweise einzubringen.
Für mich ist es wichtig, dass bei dieser Frage auch diejenigen zu Wort kommen, die den Schulalltag unmittelbar erleben. Eltern kennen die Bedürfnisse, Erfahrungen und Wünsche ihrer Kinder besonders gut. Ihre Rückmeldungen können deshalb eine wertvolle Ergänzung zu den bereits vorliegenden Zahlen, Fakten und fachlichen Einschätzungen sein.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, eine bestimmte Entscheidung vorwegzunehmen. Gefragt sind alle Meinungen – unabhängig davon, wie Sie persönlich zur zukünftigen Schulstruktur oder zu den beiden Schulstandorten stehen. Je mehr betroffene Familien ihre Einschätzung abgeben, desto klarer wird sichtbar, wie die Eltern die verschiedenen Möglichkeiten und deren Auswirkungen auf ihre Kinder und Familien wahrnehmen. Daher ist eine möglichst hohe Beteiligung von großer Bedeutung das klare Meinungsbild gibt den Verantwortlichen eine bessere Grundlage für die weiteren Beratungen.
Die Elternbefragung ersetzt dabei nicht die politische Entscheidung. Diese liegt weiterhin bei den zuständigen Gremien. Sie bietet aber die Möglichkeit, die Perspektive der unmittelbar betroffenen Familien in den weiteren Entscheidungsprozess einzubeziehen.
Gerade wenn es um die Zukunft unserer Kinder und unserer Schulen geht, sollten die Erfahrungen und Sichtweisen der Familien gehört und in die weiteren Überlegungen einbezogen werden.
Die Befragungsunterlagen werden über die Postmappen der Schülerinnen und Schüler an die Eltern verteilt. Bitte achten Sie daher in den kommenden Tagen auf die entsprechenden Unterlagen.
Ich möchte Sie bitten, sich die Zeit zu nehmen, die Fragen in Ruhe zu lesen und sie nach Ihrer persönlichen Einschätzung zu beantworten. Es gibt dabei keine vorgegebene oder „richtige“ Antwort. Entscheidend ist, dass Sie das angeben, was Sie selbst für richtig und wichtig halten.
Bitte nutzen Sie diese Möglichkeit und machen Sie von Ihrem Mitspracherecht Gebrauch.
Eine solche Befragung kann nur dann ein aussagekräftiges Bild vermitteln, wenn sich möglichst viele der angesprochenen Familien beteiligen.
Ich danke Ihnen schon jetzt herzlich für Ihre Zeit, Ihre Beteiligung und Ihre Bereitschaft, sich mit dieser wichtigen Frage auseinanderzusetzen.
Ihre
Sandra Hendges-Steffens
Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Ulmen
29. September 2026 von Lisa Unzen