Kunst im Rathaus

"Wenn es still wird", unter diesem Titel stellt die BANDE Gillenbeuren (v. l. n. r. Oreste, Dorothea Kirsch und Detlef Backhaus) bis zum 12. Januar 2018 Objekte, Mobilés, Installationen und Malerei im Sitzungssaal des Rathauses in Ulmen aus.

BANDE Gillenbeuren – das sind die bildenden Künstler Detlef Backhaus, Dorothea Kirsch und ORESTE , die in ihrer Wahlheimat Gillenbeuren sowie überregional und international unter diesem Namen gemeinsame Kunstprojekte und Ausstellungen durchführen. In letzter Zeit wurde es ruhiger um die BANDE – jede(r) war mit sich oder in anderen Konstellationen und Künstlergruppen beschäftigt. Detlef Backhaus bekam kürzlich den Andreas-Kunstpreis für seine Installation „hängende Weiden“ zugesprochen, die auch im Rathaussaal zu sehen ist. Dorothea Kirsch und ORESTE organisieren Workshops in ihrer KUNSTBAUSTAELLE und natürlich den sommernachts-raum, der das Dorf Ende Juni 2018 zum 15. Mal in einen Kunstsalon für zeitgenössische Kunst verwandeln will.

Die Ausstellung im Rathaus der Verbandsgemeinde Ulmen trägt den Titel: Wenn es still wird und ist nicht zufällig in der hektischen Vorweihnachtszeit angesetzt. "Die Ausstellung kann der ideale Gegenpol zur hektischen Vorweihnachtszeit sein", erklärt Kirsch. Gezeigt werden Objekte, Mobilés, Installationen und Malerei, die das Thema aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und belauschen. Eröffnet wurde sie mit einer Vernissage am Donnerstag, 14. Dezember von Bürgermeister Alfred Steimers.

Augenzwinkernd merkte der aus dem Nachbarort Schmitt kommende Verwaltungschef hierbei an: „Bei dem Namen Bande habe ich sofort gedacht, der passt ja ideal zu Gillenbeuren.“ Damit hatte er natürlich die Lacher auf seiner Seite. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass das Wort Bande dafür stehe, dass die drei gemeinsam in künstlerischen Themen unterwegs sind, um so gemeinsame

Ziele zu erreichen.  Die Einführung in die Ausstellung übernahm Gillenbeurens langjähriger Ex-Bürgermeister Bernhard Rodenkirch.
Er ging dabei weniger auf die Kunst, sondern mehr auf die Künstler selbst ein. „Es ist schon 30 Jahre her, als Dorothea und Oreste nach Gillenbeuren kamen, Detlef wohnt schon 12 Jahre in unserem Dorf. Am Anfang wurden sie etwas kritisch betrachtet, schafften es jedoch sehr schnell, Teil des Dorflebens zu werden. Mir zumindest haben sie in vielen Gesprächen gezeigt, was Weltoffenheit bedeutet. Dafür sage ich Danke.“. Nicht unvergessen lassen wollte er, dass sein Heimatort Gillenbeuren durch das Schaffen der Künstler inzwischen auch als Künstlerdorf gilt. „Auf die Einwohnerzahl bezogen haben wir mehr Künstler als Berlin. Das hat doch was“, so Rodenkirch. Jetzt hatte er die Lacher auf seiner Seite. Umrahmt wurde das Ganze noch durch Musik von Dorothea Kirsch
und Bernadette Sekeyra, die bald auch in Gillenbeuren wohnen wird.

Zu sehen im Ausstellungsraum ist auch die Installation „Hängende Weiden“ von Backhaus, für die er im September in Sankt Andreasberg im Harz den mit 2000 Euro dotierten Andreas-Kunstpreis erhielt. 


Die Ausstellung selbst kann noch bis 12. Januar 2018 zu den üblichen Öffnungszeiten der Verwaltung besichtigt werden.


                                                                   Text und Fotos: Alfons Benz















.



Diese Webseite nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren