Bericht aus unserer Alarmübung „Löschwasserförderung über lange Schlauchstrecken“

Bei „Großbränden“ mit erheblichem Löschwasserbedarf kann unser Trinkwasserleitungsnetz nur eine begrenzte Menge an Löschwasser liefern.

Eine so angenommene Lage war Inhalt der am 26.09.2020 stattgefunden Alarmübung.

Hierzu wurden die Feuerwehren Alflen, Auderath, Büchel, Ulmen, Ulmen-Meiserich und Wollmerath alarmiert.

Das Einsatzstichwort lautete „B3 Feueralarm“ - es brennt eine Lagerhalle im Gewerbegebiet Ulmen, Eifel-Maar-Park 2.

Der Erstangriff fand durch die Feuerwehr Ulmen mittels der Drehleiter statt. Die Wasserversorgung für diesen Erstangriff wurde durch ein Wasserreservoirs (rund 25.000 l) aus einem angrenzen Gewerbebetrieb sichergestellt. Die Feuerwehr Ulmen-Meiserich saugte das Löschwasser mit einer motorbetriebenen Pumpe (Tragkraftspritze 8/8) an und pumpte es zur Einsatzstelle. Eine weitere Versorgungsleitung aus dem Trinkwassernetz wurde in der Zwischenzeit durch die Feuerwehr Wollmerath aufgebaut.

In der Übung wurde unterstellt, dass zusätzliches Löschwasser (neben der Entnahme aus dem Trinkwasserleitungsnetz) benötigt wird, daher erfolgte zeitgleich der Aufbau einer Wasserversorgung vom Ulmener Jungferweiher durch die Feuerwehr Auderath (Wasserentnahme 1. Teilabschnitt) zum Brandobjekt, hier waren 1.200 m B-Schlauchleitung erforderlich.

In diese 1.200 m Schlauchleitung mussten nach zuvor erfolgten Berechnungen Verstärkerpumpen zur Wasserfortleitung mit eingebunden werden, damit ausreichend Löschwasser am Einsatzobjekt zur Verfügung stand. Diese Aufgabe übernahmen die Feuerwehren Alflen und Büchel. Hier ist eine geordnete Koordination der „Maschinisten“ (Bediener der motorbetriebenen Pumpen) mittels Funk erforderlich, ein Einschalten darf erst dann erfolgen, wenn ein entsprechender Wasserdruck an der Pumpe ankommt, sodann wird die nächste Pumpe hochgefahren, um das Wasser mit einem vorgegebenen Druck zur nächsten Verstärkerpumpe zu befördern.

Im Einsatzfall könnte diese Löschwasserversorgungsleitung nach ca. 25 Minuten aufgebaut werden, um im Falle eines „Großbrandes“ dauerhaft ausreichend Löschwasser an Einsatzobjekten zur Verfügung zu stellen.

Zeitgleich erfolgten an den Straßenkreuzungen die Verlegung von Schlauchbrücken und das Aufstellen von Verkehrswarngeräten, damit der Straßenverkehr weiter stattfinden konnte.

Die Feuerwehren waren mit insgesamt 95 Frauen und Männer im Einsatz. Da eine solche Löschwasserversorgung erstmals über diese sehr lange Wegstrecke geplant und verlegt werden musste, stellte dies auch eine Herausforderung für unsere Feuerwehren dar.


An dieser Stelle bedanken sich die Verantwortlichen bei allen aktiven Feuerwehrkameradinnen und –kameraden für die gute Zusammenarbeit und dauerhafte Bereitschaft, jederzeit in Notlagen zu helfen.



Diese Webseite nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren