Landkreis Cochem-Zell

Unwetterwarnung: 19.05.22 und 20.05.22

Schutz vor Rückstau aus dem Kanal 

Notwendigkeit von Rückstausicherungen und Überflutungsschutz

Der Klimawandel ist unübersehbar; Starkregenereignisse häufen sich und fordern besonders von Hauseigentümern verstärkt eigenverantwortliches Handeln.

Für oft nur kurzzeitige außergewöhnliche Regenereignisse sind die öffentlichen Kanalnetze nicht bemessen mit der Folge, dass anfallende Wassermengen nicht immer ganz aufgenommen und abgeleitet werden können.

Ereignisse dieser Art, also insbesondere Gewitter mit Starkregen, können kurzzeitig zu Rückstau von Abwasser in Kanälen führen. Die sogenannte Rückstauebene ist die jeweilige Straßenhöhe an der Anschlussstelle. Das bedeutet, dass Wasser im öffentlichen Kanal bis zu dieser Ebene eingestaut werden kann. Bei Starkregenereignissen ist stets damit zu rechnen, dass das Wasser so hoch anstaut und dann auch auf der Straße weiterfließt.

Da das Wasser bei Starkregen oberflächig u. a. auf der Straße weiterfließt, empfiehlt es sich, tiefer liegende Gebäudeteile durch eine entsprechende Schwelle abzusichern. Ansonsten darf der Hauseigentümer damit rechnen, dass das Wasser den Weg in seinen Keller oder die Kellerwohnung findet. Auch der Schutz tieferliegender Räume vor eindringendem Oberflächenwasser von umliegenden Flächen fällt in den Privatbereich. Für Rückstauschäden muss der Eigentümer des betroffenen Grundstücks aufkommen. Er haftet auch gegenüber eventuellen Mietern.