Mehr Sicherheit für Bürger und Wehrleute

Offizielle Übergabe des Hubrettungsfahrzeuges DLK 23/12 an die Feuerwehr Ulmen durch Bürgermeister Steimers

Für die Freiwillige Feuerwehr Ulmen stand am Sonntag, den 10.09.2017, etwas ganz Besonderes auf dem Programm. Bürgermeister und Feuerwehrchef
Alfred Steimers übergab der Feuerwehr der Stadt Ulmen offiziell die neue, festlich geschmückte Drehleiter DLK 23/12.




Nicht nur das Fahrzeug hatte man fein herausgeputzt, sondern in etlichen zusätzlichen Arbeitsstunden hatten die Ulmener Wehrleute auch das Umfeld des Feuerwehrhauses durch das Anbringen einer Beplankung „aufgehübscht“.






Neben zahlreichen Ehrengästen und Vertretern benachbarter Feuerwehren zog es auch viele Bürgerinnen und Bürger an den Ort der Feierlichkeiten in und um das Ulmener Feuerwehrgerätehaus. Denn die Ulmener Feuerwehr hatte die Indienststellung und Einsegnung des Fahrzeuges zugleich zum Anlass genommen die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür einzuladen.


Begrüßt wurden die Gäste vom Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ulmen Alexander Michels. Er freute sich, das neue Fahrzeug in Empfang nehmen zu können und betonte, dass dies ein Meilenstein für die Ulmener Feuerwehr sei. Man erhalte heute das modernste Fahrzeug, das sich derzeit auf dem Markt für Hubrettungsfahrzeuge befinde. Die Feuerwehr Ulmen sei stolz und dankbar, dass dieses Feuerwehrfahrzeug bei ihr stationiert werde.


Bürgermeister Steimers resümierte in seiner Ansprache die vergangenen Jahre - von der Notwendigkeit eines Hubrettungsfahrzeuges gemäß Feuerwehrbedarfsplan über die Entscheidungsfindung und politischen Rahmenbedingungen bis hin zur konkreten Suche auf dem Markt für Feuerwehrfahrzeuge und schlussendlich dem Kauf der Drehleiter DLK 23/12.

Er erinnerte daran, dass sich das Fahrzeug bereits vor seiner offiziellen Indienststellung vor wenigen Wochen in seinem ersten Einsatz im Stadtkern von Ulmen bewährt hat. Angesichts der dichten Bebauung und der verwinkelten Zugänglichkeit, der sogar den Einsatz eines weiteren Drehleiterfahrzeuges erforderte, wäre eine so schnelle und effiziente Brandbekämpfung, der das Übergreifen der Flammen auf das direkt angrenzende Nachbargebäude verhinderte, nicht möglich gewesen.

Dieser Einsatz unterstreiche die Notwendigkeit der neuen Drehleiter für die Feuerwehr. Sie stellt nicht nur einen deutlichen Sicherheitsgewinn für die Bürgerinnen und Bürger dar, sondern bedeutet auch mehr Sicherheit für die Feuerwehrleute und verdeutlicht, dass sich die Verbandsgemeinde Ulmen ihrer Aufgabe stellt, für den Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger im Brand- und Katastrophenfall sowie ihrer ehrenamtlichen Einsatzkräfte die notwendigen Investitionen zu tätigen.

Daher dankte er nochmals ganz besonders den Mitgliedern des Verbandsgemeinderates, die die Anschaffung durch Bereitstellung der finanziellen Mittel ermöglichten.

Die Drehleiter, die als Vorführfahrzeug beschafft wurde, kostete rd. 515.000 Euro. Das Land Rheinland-Pfalz hat eine Zuwendung
i. H. v. 167.000 Euro in Aussicht gestellt und der Kreis Cochem-Zell hat bereits einen Zuschuss i. H. v. 68.250 Euro gewährt. Die Feuerwehr Ulmen hat sich ebenfalls finanziell engagiert und ca. 4.000 Euro – teils aus eigenen Mitteln, teils durch akquirierte Spenden – beigesteuert.

Im Beisein etlicher politischer Vertreter, Kameradinnen und Kameraden der umliegenden Feuerwehren und zahlreichen Gästen lobte Bürgermeisterin Steimers das Engagement der Ulmener Feuerwehrleute und besonders auch ihrer Führung.

Denn was nütze die modernste Technik, die beste Ausrüstung, wenn es an gut ausgebildetem und engagiertem Personal mangele. Und dies sei bei der Freiwilligen Feuerwehr Ulmen zweifelsohne vorhanden. Und so dankte er den Feuerwehrfrauen und –männern, die im Laufe eines Jahres ungezählte Stunden ihrer Freizeit investieren, sei es im Rahmen der Ausbildung, bei Übungen aber letztlich auch bei Einsätzen, ganz herzlich für ihre hohe Einsatzbereitschaft.


Thomas Kerpen, Stadtbürgermeister und zugleich Wehrleiter der Verbandsgemeinde Ulmen brachte es folgendermaßen auf den Punkt: „Taktik ohne Technik ist hilflos! Technik ohne Taktik ist sinnlos!“ Und auch er hob in seinem Grußwort die Bedeutung des neuen Drehleiterfahrzeuges als Investition in die Sicherheit der Bürger und Wehrleute über die Grenzen von Stadt und Verbandsgemeinde hinaus hervor.

Unisono teilten alle Gratulanten der Feuerwehr Ulmen den Wunsch von Feuerwehrchef Steimers, dass das neue Fahrzeug bei allen Vorteilen und Verbesserungen, die es mit sich bringt, letztendlich künftig doch nur bei Übungen zum Einsatz kommen möge. Und wenn das Fahrzeug dann doch auch im Schadensfall unterwegs sein sollte, hoffe er, dass es alle Feuerwehrleute schnell zur Einsatzstelle und ganz besonders wichtig - gesund wieder nach Hause bringt.

Damit dieses auch mit Gottes Hilfe gelinge, nahm Dechant Fuß die kirchliche Segnung des Fahrzeuges vor.


Stellvertretend für den Landrat war Kreisbeigeordnete Anke Beilstein nach Ulmen gekommen, um der Ulmener Wehr zu gratulieren. Kollegiale Glückwünsche und Grüße überbrachten stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur Norbert Reuter und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Karl Heinz Beuren.

Anlässlich der offiziellen Fahrzeugübergabe und –einsegnung standen noch drei weitere erfreuliche Anlässe auf dem Programm.

So konnte Bürgermeister Steimers mit Max Hirschler und Marc Hermann zwei neue Feuerwehrleute verpflichten


und den stellvertretenden Ulmener Wehrführer Daniel Dreis mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste im um das Feuerwehrwesen auszeichnen.


Zudem ehrte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Karl Heinz Beuren Wehrführer Alexander Michels mit der silbernen Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes.



Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden die technischen Details des neuen Fahrzeuges nicht nur theoretisch erläutert und vorgeführt sondern alle „Schwindelfreien“ hatten die Gelegenheit sich selbst in „luftige Höhen“ zu begeben.


Selbstverständlich konnte aber auch der übrige Fuhrpark der Feuerwehr Ulmen in Augenschein genommen werden.


Bei Speis und Trank und anregenden Gesprächen klang der Nachmittag gemütlich aus.

 

Die Feuerwehr Ulmen bedankt sich bei allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben, sehr herzlich.